Asterix bekommt es nämlich diesmal weder mit Römern, noch mit Normannen, Goten, Schweizern oder Syrern zu tun, sondern mit Außerirdischen.
Doch.
Abgesandte einer Föderation friedlicher Planeten landen im gallischen Dorf und interessieren sich für den Zaubertrank. Kurz darauf geben sich auch deren Erzfeinde ein Stelldichein: Sprechende Kakerlaken in Raketenschiffen. Und dann sind da noch die „Superklone“, im seltsam vertrauten blauen Dress mit rotem Cape. Es gibt auch eine waschechte Weltraumschiff-Schlacht, in die Obelix später mit einem zielsicher geworfenen Hinkelstein eingreift. Auf Seite 38 ist die Geschichte dann vorbei, aber da der Band blöderweise 48 Seiten haben muss, kommt es noch zu einer Aneinanderreihung vollkommen sinn- und zusammenhangloser Szenen, die in sehr, sehr großen Panels gestaltet werden – Uderzo musste das Heft halt noch irgendwie vollkriegen – bis dann am Ende alle das Gedächtnis verlieren und das traditionelle Bankett abhalten.


Was hat sich Uderzo dabei bloß gedacht? Goscinny, der inzwischen verstorbene Texter von Asterix, würde sich im Grabe rumdrehen, wenn er wüßte, was sein ehemaliger Partner da für einen Brainfunk verbrochen hat. Das hier ist der mit Abstand mieseste Asterix aller Zeiten, so richtig zum Kaufen und dann Ungelesen-Ins-Regal-Stellen. Weil man halt Komplettist ist. Oder auch nicht.